Rechtliches & AGB
Alles, was du über die Nutzung unserer Plattform, Abonnements und Haftung wissen musst – verständlich zusammengefasst.
Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB) der Prolumios GmbH
§ 1 Geltungsbereich und Vertragsgegenstand
Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) gelten für alle Verträge zwischen der Prolumios GmbH, Siebenbrückenweg 5, 84034 Landshut (nachfolgend „Prolumios“) und ihren Kunden bezüglich der Nutzung der Prolumios Software-Plattform.
Das Angebot der Prolumios GmbH richtet sich ausschließlich an Unternehmer im Sinne des § 14 BGB sowie an juristische Personen des öffentlichen Rechts.
Abweichende Bedingungen des Kunden werden nicht anerkannt, es sei denn, Prolumios stimmt ihrer Geltung ausdrücklich schriftlich zu.
§ 2 Leistungen von Prolumios
Prolumios stellt eine cloudbasierte Software-as-a-Service (SaaS) Lösung zur automatisierten Aufzeichnung, Transkription und KI-gestützten Analyse von Verkaufsgesprächen zur Verfügung.
Der Funktionsumfang umfasst insbesondere:
Die technische Aufzeichnung von Audio- und Videodaten.
Ein technisches Verfahren zur Einholung von Einwilligungen (z. B. per E-Mail-Opt-In oder Statusabfrage).
Die KI-basierte Erstellung von Transkripten und Zusammenfassungen.
Die Bereitstellung von Sales-Metriken und CRM-Schnittstellen.
Prolumios ist bemüht, eine Verfügbarkeit der Dienste von 99 % im Jahresmittel zu gewährleisten, wartungsbedingte Unterbrechungen ausgenommen.
§ 3 Vertragsschluss und Testphase
Der Vertrag kommt durch den Abschluss des Online-Bestellprozesses auf der Website von Prolumios oder durch Unterzeichnung eines individuellen Angebots zustande.
Sofern Prolumios eine kostenlose Testphase anbietet, endet das Nutzungsverhältnis automatisch mit Ablauf der Testzeit, sofern kein kostenpflichtiges Abonnement abgeschlossen wird.
§ 4 Pflichten des Kunden & Rechtliche Verantwortlichkeit
Rechtliche Verantwortung: Der Kunde ist alleiniger Verantwortlicher im Sinne der DSGVO für die Rechtmäßigkeit der Gesprächsaufzeichnungen. Er hat sicherzustellen, dass die rechtlichen Voraussetzungen gemäß Art. 6 DSGVO und § 201 StGB (Verletzung der Vertraulichkeit des Wortes) vorliegen.
Einwilligungsverfahren: Prolumios stellt technische Werkzeuge (z. B. Einwilligung per E-Mail-Klick) bereit, um den Kunden bei der Einholung von Einwilligungen zu unterstützen. Der Kunde ist verpflichtet:
Sicherzustellen, dass alle Gesprächsteilnehmer vor Beginn der Aufzeichnung wirksam eingewilligt haben.
Mündliche Nachfragepflicht: Sollte ein Teilnehmer die Aufzeichnung nicht vorab digital bestätigt haben, hat der Kunde (bzw. dessen Mitarbeiter) die Einwilligung zu Beginn des Gesprächs mündlich einzuholen. Ohne zweifelsfreie Zustimmung darf die Aufzeichnungsfunktion nicht gestartet werden.
Freistellung: Der Kunde stellt Prolumios von sämtlichen Ansprüchen Dritter (einschließlich Bußgeldern der Aufsichtsbehörden oder Kosten der Rechtsverteidigung) frei, die aus einer Aufzeichnung ohne wirksame Einwilligung oder einer sonstigen rechtswidrigen Nutzung der Software resultieren.
Zugangsdaten: Der Kunde hat seine Zugangsdaten vor unbefugtem Zugriff zu schützen.
§ 5 Nutzungsrechte und geistiges Eigentum
Prolumios räumt dem Kunden für die Laufzeit des Vertrages ein einfaches, nicht übertragbares Recht ein, die Software bestimmungsgemäß zu nutzen.
Alle Rechte an der Software sowie den Algorithmen verbleiben bei Prolumios. Reverse Engineering ist untersagt.
§ 6 Vergütung und Zahlungsbedingungen
Die Vergütung richtet sich nach dem gewählten Tarif. Alle Preise verstehen sich zuzüglich der gesetzlichen Umsatzsteuer.
Die Zahlung erfolgt im Voraus. Bei Zahlungsverzug ist Prolumios berechtigt, den Zugang nach Vorankündigung zu sperren.
§ 7 Haftungsbeschränkung
Prolumios haftet unbeschränkt bei Vorsatz, grober Fahrlässigkeit sowie bei Verletzung von Leben, Körper oder Gesundheit.
Bei leichter Fahrlässigkeit haftet Prolumios nur bei Verletzung einer wesentlichen Vertragspflicht (Kardinalpflicht), begrenzt auf den vertragstypischen, vorhersehbaren Schaden.
KI-Ergebnisse: Da KI-Analysen auf Wahrscheinlichkeitsmodellen basieren, übernimmt Prolumios keine Haftung für die Richtigkeit oder Vollständigkeit der Transkripte und Analysen.
Prolumios haftet nicht für Schäden, die dadurch entstehen, dass der Kunde es versäumt hat, die erforderlichen Einwilligungen der Gesprächsteilnehmer einzuholen.
§ 8 Datenschutz
Die Parteien halten die Bestimmungen der DSGVO ein.
Da Prolumios im Auftrag verarbeitet, schließen die Parteien eine Auftragsverarbeitungsvereinbarung (AVV) gemäß Art. 28 DSGVO ab.
§ 9 Laufzeit und Kündigung
Der Vertrag verlängert sich automatisch um die gewählte Grundlaufzeit, wenn er nicht mit einer Frist von 14 Tagen zum Ende des Abrechnungszeitraums gekündigt wird.
Das Recht zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt unberührt.
§ 10 Schlussbestimmungen
Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland. Gerichtsstand ist Landshut.
Sollten einzelne Bestimmungen unwirksam sein, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt.
